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Frank für Franz

Als Steirer und  stei­rischer Wirt­schaftsmann würde ich Franz Voves wählen. Voves war schon in der Wirtschaft tätig, er versteht sie. Wir haben mit ihm eine sehr gute Zusammenarbeit gehabt, als es eine schwierige Situation gab und es um Arbeitsplätze ging. Und er sagt, was man sagen muss, er traut sich was zu sagen, er hat die Probleme mit der Finanzwirtschaft deut­lich aus­gesprochen.
Frank Stronach

Viele haben wohl ihren Augen und Ohren nicht getraut, als Frank Stronach in der Vorwoche im ORF Steiermark und in der Kleinen Zeitung eine Wahlempfehlung für Franz Voves abgegeben hat. Zum einen, weil der Großindustrielle natürlich zu jener Klientel gehört, von der Voves einen deutlichen Beitrag zur Bewältigung der Wirtschaftskrise einfordert, Stichwort Vermögenssteuer. Und zum anderen passiert es auch nicht alle Tage, dass einer, der auf den ersten Blick ein klassischer Kapitalist ist, offen einen Sozialdemokraten unterstützt. Aber nur auf den ersten Blick, denn Stronach ist zwar das beste Beispiel für den sagen­umwobenen »amerikanischen Traum«, aber auch bekannt für seine soziale Ader.

Magna-Gewinne für Mitarbeiter und Hilfsprojekte
»Bei Magna steht der Arbeiter im Mittelpunkt«, betonte Frank Stronach einmal mehr bei seiner jüngsten Ehrung durch die Republik Österreich. Das bringt Magna auf seiner Homepage auch offen zum Ausdruck (»Unsere Mitarbeiter sind unser größtes Kapital. Ihre Fähigkeiten und ihr Einsatz machen uns führend in der Industrie.«) und ist sogar in der Unternehmensverfassung verankert. Dort heißt es: »Zehn Prozent der Gewinne von Magna vor Steuern sollen den Mitarbeitern zufließen. Diese Mittel sollen einerseits zum Kauf von Aktien von Magna zugunsten der Mitarbeiter und andererseits für direkte Geldzahlungen verwendet werden.«

Stronach definiert die soziale Verantwortung seines Unternehmens aber noch darüber hinaus. »Magna soll bis zu zwei Prozent des Gewinnes vor Steuern für wohltätige, kulturelle, politische, Erziehungs- und Bildungszwecke zur Verfügung stellen, um damit die Fundamente unserer Gesellschaft zu stärken«, steht in einem anderen Punkt der Unternehmensverfassung zu lesen.

Heimatverbundenheit
Frank Stronach hat seine Karriere vor allem dem amerikanischen Kontinent zu verdanken.  Trotzdem ist er seiner Heimat in Dankbarkeit verbunden, was durch viele Investitionen in der Steiermark zum Ausdruck kommt. So wurden mehrere Magna-Werke in Stronachs Geburtsort Weiz und Umgebung und im Großraum Graz gebaut, zum Beispiel in Krottendorf, Albersdorf-Prebuch, Sinabelkirchen, Ilz und Lannach. Stronach hat nicht vergessen, wo er herkommt. Ein Charakterzug, der Franz (Strohsack) mit Franz (Voves) verbindet …



D1O-TON

»Stronach weiß, wie sehr Voves uns in der Krise unterstützt hat«
Walter Planinschitz, Betriebsratsvorsitzender bei Magna Powertrain, im Interview.

Frank Stronach hat eine klare Wahlempfehlung für LH Franz Voves abgegeben. Auch für Sie überraschend?
Planinschitz: Ja, schon. Ich dachte, dass Herr Stronach eher auf der anderen Seite stehen würde. Aber er hat natürlich auch mitbekommen, wie sehr Landeshauptmann Voves uns in der Wirtschaftskrise unterstützt hat. Nur so war es möglich, die Krise gut zu bewältigen und so viele Mitarbeiter wie nur möglich zu halten.

Wie sieht die Belegschaft die Stronach-Positionierung?
Planinschitz: Ich habe natürlich mit den Mitarbeitern darüber gesprochen und sie sehen das mit ähnlicher Begeisterung wie ich. Da sind wirklich äußerst positive Rückmeldungen dabei, denn auch die Belegschaft weiß natürlich, dass viele Arbeitsplätze nur durch die Unterstützung des Landeshauptmanns und des Bundeskanzlers erhalten bleiben konnten.

Wie läuft es derzeit grundsätzlich bei Magna Powertrain? Krise bewältigt?
Planinschitz: Die Stimmung ist toll, denn es läuft wieder hervorragend. Die Auftragsbücher sind voll und wir können die Arbeit kaum bewältigen. Mit 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat Magna Power­train eine große Belegschaft wie nie zuvor. Und das ist es, worum es geht: Arbeitsplätze schaffen und für die Zukunft erhalten.


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